Historischer Hintergrund
Während der Napoleonischen Kriege wurde die Landkarte Europas
ständig verändert. Vorarlberg kam 1806 zu den mit Napoleon
verbündeten Bayern, die Bregenzerwälder Bauernrepublik
wurde abgeschafft. Im Sommer 1807 begannen die Frauen von Krumbach
einen Aufstand gegen die neuen Landesherrn, die in großer
Zahl Soldaten einzogen und alte religiöse Bräuche wie
Prozessionen oder das Wetterläuten verboten. Unter Führung
von Christine Heidegger und Magdalena Schoch zogen mehrere Hundert
Frauen und Männer nach Bezau, um das Landgericht zu stürmen.
Der sogenannte „Krumbacher Weiberaufstand“ hatte
keinen Erfolg, die Bayern brachten die aufrührerischen Dörfer
Krumbach, Hittisau, Lingenau und Langenegg mit dem Einmarsch
von 600 Soldaten zur Raison, begnadigten aber schließlich
die Aufständischen. |
Sommer 1807 und anfangs 1808
Der bayerische Generalkommissär Karl Ernst von Gravenreuth besucht inkognito den Baron von Löwenfink in Feldkirch, einen aufgeklärten Vorarlberger, um sich über die Stimmung im Lande zu informieren. Vorarlberg gehört seit 1806 zum neuen, mit Napoleon verbündeten Königreich Bayern. Die Wirtschaftslage hat sich dramatisch verschlechtert, die religiösen Reformen und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht führen zu Unruhen. Eine neue Konskription steht unmittelbar bevor. Löwenfinks Tochter Angelika, eine schwärmerische Anhängerin der Französischen Revolution, belauscht das Gespräch und beschließt, mit ihrem Freund, dem Medizinstudenten Kaspar von der Thannen aus Krumbach, verkleidet in den Bregenzerwald zu gehen. In Krumbach verabreden sich die Frauen unter der Führung der 52jährigen Bäuerin Christine Heidegger und der Magdalena Schoch, die Konskription zu verhindern und den bayerischen Aktuar Kutter zu verjagen. Die Ortsvorsteher Steurer und Heidegger und der Pfarrer Schmid ahnen nichts. Bei der Konskription im Adlerwirtshaus bricht ein Tumult aus, Kutter muss fliehen. Die Ortsvorsteher werden in ihren Häusern festgehalten, die Frauen beschließen, drei Tage später nach Bezau zu marschieren, um auch dort die Konskription zu verhindern. Der Zug der „tollen (=verrückten) Weiber“ aus Krumbach, Hittisau und Lingenau und ihres männlichen Anhangs scheitert, weil die Landgerichtsbeamten bereits geflohen sind und die anderen Dörfer nicht mitmachen. Den letzten rebellischen Frauen, Magdalena Schoch und ihren Töchtern, wirft sich Pfarrer Schmid mit dem Kruzifix in der Hand entgegen. Die Anführerinnen werden in Ketten nach Bregenz gebracht.
Gravenreuth beschließt, mit drastischen militärischen
Maßnahmen gegen die aufrührerischen Dörfer vorzugehen
und gleichzeitig die Beschuldigten durch eine Spezialkommission
verhören zu lassen. Er schickt 600 Soldaten und zwei Kanonen
in den Bregenzerwald, die Krumbacher werden gedemütigt und
müssen ihre Gewehre kniend abliefern. Kaspar von der Thannen
und Angelika, die den Aufstand mitgemacht haben, werden getrennt,
weil Kaspar fliehen muss. Eine Bittdelegation, die die Krumbacher
zu Gravenreuth schicken, kommt zu spät. Der Generalkommissär
ist jedoch so beeindruckt von der Schönheit der Krumbacher
Mädchen und der Kraft und dem Verstand der Frauen, dass
er beschließt, sich bei König Max Joseph für
die Begnadigung der Krumbacher einzusetzen. Sie erhalten bloß eine
hohe Geldstrafe, Christine Heidegger, Magdalena Schoch und ihr
Anhang werden begnadigt. Angelika und Kaspar finden sich wieder,
sie fliehen in die Schweiz, die Deserteure nicht an Bayern ausliefert. |
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Wussten Sie ? ........
...... dass: (Auszug aus Dokument: vorarlberg.at/archiv Seite13)
Überprüfung des Studenten Josef Anton Schoch von Krumbach, der eine 2 1/2 jährige Lehrkurs in der Landärztlichen Schule in München besucht, wegen eines Stipendiums. Ablehnung, da die Familie beim Krumbacher Weiberaufstand beteiligt war.
...... dass: es eine Homepage mit interssanten Daten zum Thema Napoleonkriege gibt ?
Hier ein kleiner Auszug: Quelle (www.napoleon-online.de)
Zusammengestellt von Markus Stein und Jens-Florian Ebert . Schlachten , die von Napoleon persönlich geführt wurden.
| Abensberg - 19.-20. April 1809 |
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20.500 Mann
479 Verluste |
Österreich
(FML Baron Hiller)
22.000 Mann - 9.800 Verluste |
| Landshut - 21. April 1809 |
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10.700 Mann
1.500 Verluste |
Österreich
(FML Baron Hiller)
48.000 Mann - 5.006 Verluste |
| Eckmühl - 22. April 1809 |
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53.000 Mann
3.600 Verluste |
Österreich
(Erzherzog Karl)
54.000 Mann - 5.450 Verluste |
| Regensburg - 23. April 1809 |
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37.000 Mann
1.500-2.000 Verluste |
Österreich
(Erzherzog Karl)
26.000 Mann - 5.818 Verluste |
| Aspern-Essling - 21.-22. Mai 1809 |
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75.000 Mann
23-25.000 Verluste |
Österreich
(Erzherzog Karl)
99.000 Mann - 23.340 Verluste |
| Wagram - 5.-6. Juli 1809 |
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154.100 Mann
39.500 Verluste |
Österreich
(Erzherzog Karl)
128.468 Mann - 37.146 Verluste |
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Infohotline: 0664/5743456
Gemeinde Krumbach
Dorf 2
6942 Krumbach
Telefon (05513) 81 57
Telefax (05513) 81 57-19
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